Gucci
Das Unternehmen wurde 1921 von Sattlermeister Guccio Gucci als kleine Werkstatt für Lederwaren und Gepäck in Florenz gegründet. Nach der Eröffnung weiterer Filialen in Italien machte Gucci 1947 - eigentlich als Notlösung aufgrund von Ressourcen-Knappheit - eine Handtasche mit Bambusgriff , welche noch heute ein Verkaufsschlager ist. Das Unternehmen machte sich infolge u.a. mit feinen Lederwaren und luxuriösen Handtaschen einen Namen.
In den Jahren nach dem Tod des Firmengründers 1953 feierte die Marke große Erfolge und expandierte weltweit. Mitte der 1960er wurde erstmals das bekannte Symbol der beiden miteinander verbundenen Steigbügel bzw. der in einander verschlungenen 'G's (für Guccio Gucci) benutzt. In den 1970er Jahren wurde eine Bekleidungs-Linie etabliert, die erste Modenschau fand 1981 statt. Aufgrund schwerer interner Besitzstreitigkeiten der Gründerfamilie folgte jedoch in den 80er Jahren ein Verfall des Unternehmens.
Ende 1995 ging die nunmehr von der Familie losgelöste Firma Gucci an die New Yorker und Amsterdamer Börse. Nach einer zwischen 1999 und 2002 vor Gericht ausgetragenen Übernahmeschlacht mit LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton gehört Gucci seit 2004 fast vollständig (99,4%) zum Luxusgüterkonzern PPR S.A. (ehemals Pinault-Printemps-Redoute S.A.), Paris. Dieser integrierte das Label in die neu kreierte Luxussparte Gucci Group, in welcher weitere Luxus-Marken gebündelt sind. Mitte 2004 wurde demzufolge die Börsennotiz von Gucci dauerhaft eingestellt. Nach der Reorganisation folgte eine Phase des Wachstums.
Zum begehrten Luxuslabel wurde die Marke Gucci erst wieder Mitte der 1990er Jahre, als der seit 1990 als Damenmode-Designer bei Gucci tätige und 1994 als Nachfolger von Dawn Mello bestellte US-amerikanische Designer Tom Ford, welcher ab 1999 auch die Prêt-à-porter-Linien von Yves Saint-Laurent entwarf, internationale Anerkennung für seine Arbeit bei Gucci erhielt. Ford verließ Gucci nach 13 Jahren im November 2003. Seine Nachfolge bei Gucci traten seine langjährigen Mitarbeiter Alessandra Facchinetti (Damen-Mode), Frida Giannini (Accessoires) und John Ray (Herren-Mode) an. 2005 übernahm Giannini zusätzlich die Position der ausscheidenden Facchinetti und 2006 auch die Aufgaben von Ray, seither ist sie alleinige Kreativ-Chefin der Marke Gucci.



